Interkulturelle Kompetenz. Vielfalt gestalten.

Leitbild

Aufgabe von Ethnologie in Schule und Erwachsenenbildung (ESE) e.V. ist es, Kenntnisse aus der Ethnologie aufzuarbeiten, um sie der Öffentlichkeit zugänglich zu machen und damit zur besseren Verständigung zwischen Menschen mit unterschiedlicher kultureller Herkunft beizutragen. Bedingt durch Einwanderung und Globalisierung erhält dieses Ziel eine zunehmende Bedeutung.

Die Werte von ESE

ESE tritt mit seiner Arbeit dafür ein, ein gesellschaftliches Klima zu schaffen, in dem Offenheit, Toleranz, Akzeptanz und Respekt die Beziehungen zwischen Menschen aller Kulturen prägen. ESE versteht seine Tätigkeit als gesellschaftspolitisches Handeln, das dem Ideal einer weltweiten sozialen Gerechtigkeit folgt. Die hier festgehaltenen Werte sollen durch die Vereinsarbeit nach außen getragen werden, aber auch den Umgang der Vereinsmitglieder untereinander bestimmen. Die internen Strukturen passen sich organisatorisch den Aufgabenstellungen an; Entscheidungsprozesse sind von Konsensfindung und Transparenz bestimmt.

Die Umsetzung der Ziele

Um vermehrtes Interesse an anderen Kulturen zu wecken, vermittelt ESE wissenschaftlich fundierte Informationen über andere Kulturen in einer lebensnahen und anschaulichen Weise. Die Mitglieder tragen dazu bei, anderskulturelle Sichtweisen verständlich zu machen, ethnozentrisches Denken aufzuzeigen und Vorurteilen entgegenzuwirken, um so die Voraussetzung für einen kompetenten und möglichst konfliktfreien Umgang mit Menschen aus anderen Kulturen zu schaffen. ESE arbeitet in unterschiedlichen Bereichen des Bildungssystems und steht mit anderen Institutionen im Austausch. Darüber hinaus veröffentlicht der Verein eigene Beiträge einschließlich expliziter Stellungnahmen in Bezug auf aktuelle Themen.

Der ethnologische Schwerpunkt

Gegenstand der Ethnologie ist die Kultur als die gesamte vom Menschen geschaffene Welt, hinsichtlich der sich Menschen unterscheiden. Kultur verändert sich ständig und folgt keinen festen Grenzen. Auch innerhalb einer Kultur kann es große individuelle Unterschiede geben. Für eine Verständigung ist es notwendig, sich der kulturellen Unterschiede bewusst zu sein, genauso aber auch der Tatsache, dass eine gegenseitige Annäherung auf der Basis bestehender Gemeinsamkeiten dennoch möglich ist. Mit den Theorien und Methoden der Ethnologie ist es möglich, zunächst fremd erscheinende Vorstellungen und Verhaltensweisen zu verstehen. Sowohl das Studium als auch die intensive Auseinandersetzung mit Menschen anderskultureller Herkunft befähigen Ethnologinnen und Ethnologen dazu, sich in andere Sichtweisen hineinzudenken, kulturelle Phänomene in ihren gesellschaftlichen Zusammenhängen zu sehen und Werte als kulturbedingt und relativ zu begreifen. Sie kennen die Probleme und Chancen interkultureller Verständigung aus eigener Anschauung und können persönliche Erfahrungen in ihre Vermittlungstätigkeit einbringen. ESE setzt damit einen spezifisch ethnologischen Schwerpunkt, arbeitet aber zugleich interdisziplinär.

Ausblick

ESE möchte seine Arbeit langfristig in unterschiedlichen Bereichen des öffentlichen Lebens etablieren, um so verstärkt auf die Internationalisierung zu reagieren und gesellschaftliche Veränderungen hin zu einem verbesserten interkulturellen Dialog zu fördern.